Aber natürlich haben die großartigen Sänger ihren Anteil daran. Die Komische Oper weiß erneut ein bestens besetztes Ensemble zu präsentieren. Grandios der charismatische Countertenor Carlo Vistoli als Orpheus. Sein leidenschaftliches Engagement bei souveräner Stimmführung und klarer und schnörkelloser Tongebung machen die Aufführung zum Erlebnis.
Achim Dombrowski – opera-online.com
Am Ende trampelten rund 2000 Füße für Carlo Vistoli. Der italienische Countertertenor feierte am Sonntag sein grandioses Debüt an der Komischen Oper und die Premiere von “Orfeo ed Euridice”.
CvD – B.Z. Kultur
Absolut mühelos verströmt sich auch Carlo Vistoli als Orfeo. Sein Countertenor hat erstaunliche Kraft für die emotionalen Ausbrüche, er führt ihn wunderbar geschmeidig führen, wie in der berühmten Arie „Che farò senza Euridice“.
Frederik Hanssen – Der Tagesspiegel
Der italienische Countertenor Carlo Vistoli singt und spielt diesen Orfeo kraftvoll, verzweifelt, herzzerreißend, operesk, schlicht wundervoll.
Maria Ossowski – rbb24.de
Der bereits international erfolgreiche junge Italiener Carlo Vistoli feiert mit dieser Rolle sein Debüt an der Komischen Oper Berlin, dem Schlussapplaus zufolge will ihn das Berliner Publikum auch gar nicht wieder fort lassen. Man ist begeistert von so viel stimmlicher Kultur, technischer Perfektion, Spielfreude und auch noch attraktivem Aussehen. Ein seltenes Zusammentreffen!
Peter Sommeregger – klassik-begeistert.de
Die Kunst des Countertenors Carlo Vistoli in der Hauptrolle macht’s möglich. Hochartifiziellen Operngesang als „natürlich“ zu loben, wäre ein abstruses Unding. Aber neben aller technischen Raffinesse klingt Vistoli eben auch ganz unverstellt expressiv, und das ist sehr, sehr rührend. Feucht und früchtig nennt Intendant Barrie Kosky in seiner nicht zu kurzen Nachpremierenrede auf der Bühne Vistolis Stimme, und das ist so hübsch, dass man es zitieren muss. Aber vor allem ist enorm, wie Vistolis Orfeo nicht nur mit Tönen, sondern auch mit Blicken und Bewegungen seinen Unglauben und seine Angst herzeigt, den Schmutz seiner Seele. Vor zwei Monaten war Vistoli im Galakonzert des Concert d’Astrée bei den Barocktagen der Staatsoper Unter den Linden mit Händel-Arien glanzvoll zu hören.
Albrecht Selge – hundert11.net
Der ideale Orfeo
Zentrum dieser intensiven 90 Minuten aus Feuer und Eis ist trotzdem Carlo Vistoli als Orfeo. Seine Stimme stammt aus dem Reich der zum Sterben schön singenden Sirenen. Vistoli klingt viril und trotzdem mit hypnotischer Weichheit, die in den ersten Klagerufen auch bitter wird. Trotzdem ist er an keiner Stelle dominant oder extrovertiert. Fast verhalten kommen die Strophen der Furienszene. Sogar im berühmten „Che farò senza Euridice“ will Vistoli das Gehör nicht purifizierend sättigen. Dafür erregt er mit der außerordentlichen Mixtur von Kreatürlichkeit und Kalkül schier unstillbaren Hörhunger. Er ist der „Orpheus redivivus“. Das Trampeln, Pfeifen und Jubeln musste Kosky mit seiner kurzen Dankesrede mit glücklicher Strenge unterbrechen: Die sechste Premiere ohne Coronafall!
Roland H. Dippel – concerti.de
In der Komischen Oper wurde am Sonntag auch Countertenor Carlo Vistoli bei der Premiere erwartungsgemäß mit dem Jubel des Publikums überschüttet. [...] Der ltaliener Carlo Vistoli erfüllt bei seinem Debüt am Haus vieles von dem, was das Publikurn von einem Orfeo erwartet. Der 1987 geborene Vistoli gehört zu jenen nachgewachsenen Countertenören, die sich auf die Singkraft und auf die großen Linien konzentrieren. In den anderhalb Stunden Gluck wirkt er kontrolliert. Sein Gesang liegt jenseits eitler Kehlkopf-Protzerei, aber offenbart kaum die Suche nach inneren Schatten. Die berühmte Arie ,,Ach, ich habe sie verloren" ist wunderbar vorgeführt, fast brüchig ausgestaltet, aber kaum berührend. Als
Orfeo ist Vistoli ein toller Typ, der sich glaubwürdig auf die Regieanweisungen einlässt. Man merkt dem aufstrebenden Countertenor seine Opernererfahrung der vergangenen zehn Jahre an.
Volker Blech – Berliner Morgenpost
One-Man-Show: Carlo Vistoli singt und spielt den Orfeo
Der 1987 in Lugo bei Ravenna geborene Carlo Vistoli ist geradezu prädestiniert für die Partie des Orfeo: Er ist jung und sportlich und verfügt über einen betörend schönen Countertenor. Mit ihm die Arie „Che farò senza Euridice?“ zu hören, zu sehen wie er verzweifelt die ihm fremden Menschen in einem Krankenhaus anspricht und immer wieder dieselbe Frage stellt – wie sein Leben denn nun ohne die Geliebte weitergehen soll – ist herzzerreißend.
Jürgen Gahre – Kieler Nachrichten



